Du willst mir etwas Gutes tun? GroŖartig!

Du weißt es ja: Ich bin zwar der erste Sohn meiner Eltern. Aber ich bin keineswegs ihr erstes Kind. Daraus erklärt sich auch, dass meine kleine Kleider-Kommode schon jetzt so erstaunlich gut bestückt ist, dass ich bis einschließlich Größe 68 voll ausgestattet bin mit allem, was mein Herz begehrt – und dabei muss ich nicht mal rosa und Rüschen anziehen, das hat meine Mama vorher wohlweislich schon alles raussortiert!

Eine Spieluhr habe ich schon. Und darüber hinaus haben mir meine großen Schwestern all ihr Baby-Spielzeug vermacht, vom wunderweichen Kuschelhasen über diverse geheimnisvoll rasselnde Sachen und erstes Holzspielzeug bis hin zum Rutsche-Auto. Von ihnen sind auch die beiden Auto-Sitzschalen (für jedes Auto eine), der Kinderwagen (mit Sonnenschirm und Regenverdeck!), Wippe, Tragetuch und Ergo Carrier, mein Babybettchen, die Wickeltasche und meine Wickelkommode.

Was ich damit sagen will, ist dies: Eigentlich brauche ich im Moment gar nichts! Wenn Du mir aber trotzdem etwas Gutes tun und nicht gerade pragmatisch auf die Mega-Packung Pampers ausweichen willst (Wickeln finde ich im Moment noch ziemlich doof, weiß nicht, ob ich mich da nochmal umentscheide), dann habe ich zwei Vorschläge:

Einerseits könntest Du in den nächsten Wochen und Monaten einfach mal was mit meinen drei Schwestern unternehmen (wenn Du Dir das zutraut) – damit würdest Du mir ganz wertvolle Zeit nur mit meiner Mama und meinem Papa schenken, was ich sonst nicht so leicht haben kann, und meinen Eltern vielleicht auch die Gelegenheit, sich zwischendrin mal ein bisschen auszuruhen. Na, und meinen Schwestern noch dazu eine tolle, erlebnisreiche Zeit. Du würdest damit also quasi alle glücklich machen. Ist das ein Vorschlag?

Mein anderer Vorschlag ist Folgender: Ich habe ja noch kein Zimmer. Das wollen mir Mama und Papa im Laufe des kommenden Jahres um- und ausbauen. Da ist noch Einiges zu tun! Nun richten mir Mama und Papa ein Konto bei unserer Sparkasse ein, haben sie gesagt. Sobald meine Geburtsurkunde da ist. Und da drauf könntest Du mir doch etwas überweisen! Dann können Mama und Papa mit dem Geld beispielsweise den Umbau finanziell „unterfüttern“ oder mir eine tolle Lampe für mein Zimmer kaufen, Möbel oder einen Spielteppich, und zwar dann, wenn ich es brauche, und so, dass die Sachen vielleicht auch ein bisschen zusammen passen. Na, und wenn dann noch etwas übrig ist, dann spare ich das einfach – für mein erstes Tattoo, ein Quad (oh, wird Mama fluchen!) oder einen halbjährigen Interrail-Urlaub (wenn es so etwas dann noch gibt).

In jedem Fall sage ich schon jetzt einmal danke! Es ist schön, dass Du mir eine Freude machen möchtest!


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